Viele Frauen fühlen sich in hormonellen Umbruchphasen plötzlich nicht mehr richtig belastbar. Schlaf, Konzentration, Stimmung oder Energie verändern sich – oft schleichend und ohne klare Ursache.
Neben Stress, Ernährung, Bewegung und hormonellen Veränderungen spielt dabei auch die Versorgung mit essenziellen Fettsäuren häufig eine größere Rolle, als vielen bewusst ist.
In meiner Praxis sehe ich immer wieder deutliche Defizite in der Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren – selbst bei Menschen, die grundsätzlich auf ihre Ernährung achten.
Was sind Omega-3-Fettsäuren überhaupt?
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essenziellen Fettsäuren. Das bedeutet: Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist deshalb auf eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung angewiesen.
Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren zählen:
- EPA (Eicosapentaensäure)
- DHA (Docosahexaensäure)
- ALA (Alpha-Linolensäure)
Besonders die marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA gelten heute als gesundheitlich bedeutsam. Sie kommen hauptsächlich in fettreichen Fischen oder Algen vor.
Sie spielen unter anderem eine wichtige Rolle für:
- Gehirn und Konzentration
- Nervensystem
- Herz und Gefäße
- Zellgesundheit
- Haut und Schleimhäute
- hormonelle Regulationsprozesse
- emotionale Stabilität
- Entzündungsregulation
Warum Leinöl allein oft nicht ausreicht
Viele Menschen versuchen ihren Omega-3-Bedarf über Leinöl oder andere pflanzliche Quellen zu decken. Diese enthalten allerdings hauptsächlich die pflanzliche Fettsäure ALA.
Der Körper kann ALA zwar in EPA und DHA umwandeln – diese Umwandlung funktioniert jedoch oft nur sehr eingeschränkt. Studien gehen davon aus, dass durchschnittlich lediglich etwa 0,5–10 % tatsächlich umgewandelt werden.
Pflanzliche Omega-3-Quellen können deshalb eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzen die marinen Omega-3-Fettsäuren jedoch meist nicht vollständig.
Omega-3 und Omega-6 – ein häufiges Ungleichgewicht
Neben Omega-3 gehören auch Omega-6-Fettsäuren zu den essenziellen Fettsäuren. Problematisch ist heute allerdings, dass viele Menschen deutlich zu viel Omega-6 und gleichzeitig zu wenig Omega-3 aufnehmen.
Während unsere Ernährung früher ein deutlich ausgeglicheneres Verhältnis enthielt, hat sich dies in den letzten Jahrzehnten stark verändert – unter anderem durch:
- industriell verarbeitete Lebensmittel
- Fast Food und Fertiggerichte
- Sonnenblumen- und Sojaöl
- Massentierhaltung
- stark verarbeitete Nahrungsmittel
Heute liegt das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 in der durchschnittlichen Bevölkerung häufig bei etwa 15:1 oder sogar deutlich höher.
Dieses Ungleichgewicht kann entzündliche Prozesse im Körper zusätzlich fördern.
Stille Entzündungen und hormonelle Veränderungen
Gerade in hormonellen Umbruchphasen verändert sich häufig die Körperzusammensetzung. Viele Frauen bemerken eine Zunahme des Bauchfettes, während gleichzeitig Muskelmasse verloren geht.
Besonders das sogenannte viszerale Fettgewebe gilt als stoffwechselaktiv und kann entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzen.
Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Bildung entzündungsregulierender Botenstoffe und scheinen deshalb gerade bei hormonellen Veränderungen eine wichtige Rolle zu spielen.
Viele Beschwerden wie:
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme
- trockene Haut
- Stimmungsschwankungen
- Gelenkbeschwerden
stehen möglicherweise auch mit solchen stillen Entzündungsprozessen in Zusammenhang.
Konzentration, Stimmung und Brain Fog
Viele Frauen erleben in hormonellen Umbruchphasen eine veränderte Belastbarkeit. Nicht selten entstehen Konzentrationsprobleme, emotionale Schwankungen oder das Gefühl, „nicht mehr richtig klar denken zu können“.
Auch hier zeigen wissenschaftliche Untersuchungen interessante Zusammenhänge: Eine ausreichende Versorgung mit EPA und DHA kann sich positiv auf emotionale Stabilität, Konzentration und kognitive Funktionen auswirken.
Gerade Beschwerden wie Brain Fog, innere Unruhe oder mentale Erschöpfung begegnen mir inzwischen sehr häufig im Praxisalltag.
Omega-3-Index messen statt einfach „blind“ einnehmen
Ich halte wenig davon, Nahrungsergänzung pauschal einzunehmen, ohne die tatsächliche Versorgung zu kennen.
Deshalb arbeite ich in meiner Praxis gerne mit einer gezielten Fettsäureanalyse.
Dabei wird unter anderem der sogenannte Omega-3-Index bestimmt. Dieser beschreibt den Anteil der wichtigen Fettsäuren EPA und DHA in den Zellmembranen der roten Blutkörperchen.
Optimal liegt dieser Wert bei etwa 8–11 %.
Ich bin ehrlich gesagt immer wieder überrascht, wie häufig deutliche Defizite bestehen – gerade bei Frauen mit Erschöpfung, hormonellen Beschwerden, Konzentrationsproblemen oder entzündlichen Prozessen.
Wenn Sie Ihren Omega-3-Status bestimmen lassen möchten, sprechen Sie mich gerne an. Die Messung ist unkompliziert, schnell durchführbar und kann bequem in meiner Praxis erfolgen. Die Ergebnisse bespreche ich anschließend ausführlich und individuell mit Ihnen.
Gute Quellen für Omega-3
Besonders gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind:
- fettreiche Fische wie Hering, Makrele, Sardinen oder Lachs
- hochwertige Fischöle
- Algenöle
- Leinöl
- Chiaöl
- Walnussöl
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass pflanzliche Quellen überwiegend die Fettsäure ALA enthalten, während EPA und DHA hauptsächlich in marinen Quellen vorkommen.
Fazit
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den grundlegenden Bausteinen unserer Gesundheit. Gerade in hormonellen Umbruchphasen scheint eine gute Versorgung mit essenziellen Fettsäuren eine wichtige Rolle für Energie, Konzentration, Stimmung und allgemeine Belastbarkeit zu spielen.
Neben Bewegung, ausreichend Eiweiß, Stressregulation und einer ausgewogenen Ernährung kann deshalb auch die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ein sinnvoller Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheitskonzeptes sein.
Hinweis aus meiner Praxis
Bei Omega-3-Präparaten achte ich persönlich sehr auf Qualität, Reinheit und gute Verträglichkeit.
Wichtig sind aus meiner Sicht unter anderem:
- ein hoher Anteil an EPA und DHA
- gute Oxidationsstabilität
- transparente Herkunft
- ein sinnvolles Preis-Leistungs-Verhältnis
- sowie die Möglichkeit, Produkte ohne verpflichtende Abo-Systeme flexibel beziehen zu können.
In meiner Praxis arbeite ich deshalb unter anderem gerne mit hochwertigen Omega-3-Präparaten nach dem Reinsubstanzprinzip, die auch im therapeutischen und ärztlichen Bereich häufig eingesetzt werden.
Weitere Informationen zum verwendeten Produkt finden Sie hier:
BIOGENA: Omega-3 liquid vegan Superior
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